a) Allgemeines

Bei den geringfügig beschäftigten Arbeitnehmern, die Sie bisher kennengelernt haben, spielte es keine Rolle, wie lange die Tätigkeit ausgeübt wurde, es galt grundsätzlich eine Höchstverdienstgrenze von 450,00 EUR im Monat.

Diese musste als Voraussetzung für die Behandlung als geringfügige Beschäftigung erfüllt sein – egal ob der Arbeitnehmer einen Monat, ein Jahr oder unbefristet angestellt war.

Bei den kurzfristig Beschäftigten ist dies nun anders. Genauer gesagt, ist es sogar umgekehrt.
Um als kurzfristig Beschäftigter gelten zu können, ist es unerheblich wie viel ein Arbeitnehmer verdient, jedoch muss er sich unter anderem an bestimmte zeitliche Begrenzungen halten.

Für die Praxis bedeutet dies Folgendes:

Um die Voraussetzungen für eine kurzfristige Beschäftigung zu erfüllen, darf ein Arbeitnehmer seine Beschäftigung innerhalb eines Kalenderjahres nicht länger als 3 Monate bzw. 70 Arbeitstage ausüben.